Neubau Kaufmännische Schule, Bad Urach, 2009

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Die Idee: Eine Schule im Garten
Die Grundstückssituation erlaubt die Errichtung inmitten einer Gartenlandschaft. Öffentliche Grünflächen werden erhalten (Park und erweiterte Pausenfläche sowie Schulgarten mit Streuobst-Hain). Die winkelförmige Schule formt mit der bestehenden Turnhalle ein Gebäudeensemble. Zwischen dem Schulneubau und der bestehenden Turnhalle wird eine Freifläche des Schulgartens aufgespannt. Der Neubau wird so geformt, dass von jedem Klassenzimmer und jedem Lehrsaal der Ausblick in Parklandschaft und Streuobst-Hain gegeben ist.

Nutzungen
Im Südflügel der Schule sind alle Klassenräume der drei Schularten inselartig zusammengefasst, im nördlichen Gebäudeflügel liegen Verwaltung, allgemeine Räume und Lehrerbereiche.

Weg durch das Gebäude / besondere Orte
Entsprechend der Verteilung der besonderen Orte innerhalb des Gebäudes verläuft die Haupt-Erschließung als vertikaler Weg durch die Schule entlang der Aula, der Cafeteria, über die Dachterrasse bis hin zur Bibliothek. Die Schüleraufenthaltsräume werden als “Grüne Zimmer” gestaltet.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz
Niederschlagswasser / Grauwassernutzung Einsatz von Solarkollektoren für Warmwasserbereitung / Spararmaturen. Einsatz von schadstoffarmen und recyclingfähigen Baustoffen Hochwärmegedämmtes Haus im Passivhausstandard. Das gesamte Gebäude ist so geplant, dass eine natürliche Belichtung und Belüftung der Nutzflächen möglich ist.

Fassade und Konstruktion
Die Kaufmännische Schule erhält eine leichte, hochwärmegedämmte Holzfassade, die mit senkrechten Holzlamellen (plus begehbare Loggien im Osten und Südosten) verkleidet ist. Die Primärkonstruktion wird als Stahlbetonskelett mit aussteifenden Decken und Wänden hergestellt (Speichermasse und Akustik sowie Brandschutz). Um die Bauzeit zu optimieren, wird eine möglichst hohe Vorfertigung in Primärkonstruktion und Fassade angestrebt (Halbfertigteile, Holztafeln).