Celsiusweg, Hamburg-Bahrenfeld, 2009

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Integration
Die bestehenden städtebauliche Strukturen finden eine Fortsetzung; umliegende Räume prägen mit ihren jeweiligen Atmosphären das neue Areal. Wohn- und Gewerbefunktionen werden einerseits räumlich getrennt, andererseits mittels eines Kontinuums – welches dem Prinzip von Enge und Weite folgt – aneinandergereihter, schwellenloser Plätze zusammengeführt.

Raumabfolge/Strukturen
Im Sinne einer städtebaulichen Reparatur wird die südliche Blockrandbebauung in ihrer Form und Geschossigkeit fortgeführt und mit ihrer Wohnfunktion am Celsiusweg in das neue Quartier umgelenkt. Doch anstelle einer Blockrand-Schließung, erfolgt hier eine Öffnung. Das nördliche Plangebiet erhält eine Plattform, unterhalb derer produzierende Gewerbebetriebe, die das Stadtbild von Bahrenfeld seit Jahren prägen, Standortmöglichkeiten finden, ohne nachbarliche Wohnnutzungen zu stören. Oberhalb dieses Niveaus werden Bürohöfe geschaffen- ebenfalls an der Geschossigkeit des Umfelds orientiert. Lediglich die nordöstliche Ecke überragt diese als städtebauliche Marke.

“Konnektor”
Zwischen Wohnen und Arbeiten wird ein linearer, Z-förmiger Verbindungsbaukörper eingefügt, der städtebaulich, wie auch in seinen Nutzungen als “Konnektor”/Vermittler dient. Das Mit- anstelle des Neben-einanders, also das Thema des Ortes, spiegelt sich in diesem baulichen Körper wieder. Von seinem 8-geschossigen Hochpunkt im Osten, in Form des „Loft-Towers“ mäandriert er bis zu seinem ebenfalls als Turmbau ausgeführten Abschluss im Westen, verbindet dabei spielerisch die gewünschten Nutzungen auch als Brückenbauwerk und eröffnet durch seine Grundform Platzqualitäten, die die Atmosphären der nachbarschaftlichen Bestände nicht nur berücksichtigen, sondern integrieren.