Rathaus Leingarten, Ankauf, 2009

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Sieben Thesen

1. Neue Mitte: Zusammenwachsen der Ortsteile
2. Symbolcharakter: Typologie Rathaus
3. Einheit aus Haus und Platz
4. Respekt: Umgang mit gesellschaftlichem und städtischem Kontext
5. Haus für alle: Offenheit und Transparenz
6. Gebaute Demokratie: Sichtbarkeit Sitzungssaal
7. Schonender Umgang mit Ressourcen

Mit dem Neubau des Rathauses Leingarten wird die 
symbolische Ortsmitte der (noch) jungen Gemeinde definiert; entsprechend wird das Zusammenwachsen und Verweben der beiden Ortsteile auch baulich als sichtbares Zeichen mit Identifikationspotenzial manifestiert.

Das Verweben wird damit zum zentralen Thema auf verschiedenen Ebenen – unter anderem im Baukörper des Hauses – das aus unterschiedlichen, farblich und 
strukturell voneinander abgesetzten Elementen 
zusammengesetzt scheint und dennoch eine baulich homogene Einheit bildet.

Gleichzeitig wird mit dem Neubau des Rathauses eine 
eindeutige (städte)bauliche Aussage getroffen: Als 
zeichenhafter Solitär auf quadratischem Grundriss bestimmt das Rathaus im städtischen Ensemble den 
neugeschaffenen Platzraum.

Es wird das Quadrat als einprägsame, in sich ruhende klare Form mit eindeutiger Mitte und gleichen Kanten-längen gewählt. Die geometrische Mitte dieser 
quadratischen Grundfläche wird als Kommunikations- 
und Begegnungsraum, als öffentlicher Raum für die Bürger Leingartens interpretiert und betont somit das Zentrum des Ortes. Sämtliche Räume ordnen sich um diesen Raum herum an und lassen ihn frei für Begegnungen.

Das Erscheinungsbild des neuen Rathauses wird von heimischen, für die Region typischen historischen Materialien Naturstein (Schilfsandstein), Holz und Putz bestimmt.