Studentenwohnheim, Coburg, 2009

Benedikt Schmitz, Maike Lück in SML Architekten

Der Neubau des Studentenwohnheims “Saalfeld” vollzieht den fälligen Lückenschluss zwischen den bereits bestehenden Wohnheimen. Die Aufnahme der unterschiedlichen Gebäudefluchten aus dem Bestand ergibt einen mit dem bestehenden Ensemble verwobenen Baukörper, der jedoch mindestens durch Überhöhung und Fassade seine Eigenständigkeit und Identität behauptet. Die über diese vorgefundenen Richtungen geformten Elemente des Neubaus werden als rigide und ökonomische Zimmertrakte ausgebildet und ergeben in ihren Verschnitten im Inneren abwechslungsreiche Erschließungszonen – und damit den einzelnen Etagen eine Identität. Der entstehende Spalt auf der Ostseite nimmt deutlich sichtbar das Treppenhaus auf und markiert so die Eingangssituation.

Individualisierung
Haus Saalfeld gibt seinen Bewohnern ein individuelles Gesicht: Farbig differenziert abgesetzte Balkongläser (und Appartementtüren) bilden ein wichtiges Gestaltungsmerkmal: Hier wohne ICH!

Nutzungen/Funktionen
Die Zimmertrakte nehmen je Geschoss 10+1 Raumeinheiten auf, im EG befinden sich 4 Zimmer (WG) , im 8. OG finden neben dem Hausmeister 6+1 Raumeinheiten Platz. Im Südteil befinden sich stets die WG Einheiten, im Regelfall als 3-Zimmer WG, in vier Geschossen als 4-Zimmer WG (im Westen als Zäsur ablesbar herausgearbeitet). Alle Wohngemeinschaften sind in der Gebäudetiefe hindurch gesteckt (Durchwohnen und Lüftung). Die modulare Auslegung erlaubt die beliebige Zusammenschaltung oder auch Konversion zu Einzelwohnungen. Im Erdgeschoss (Niveau Ostseite) befindet sich der große Gemeinschaftsraum (direkt vom Eingang zu erreichen) mit Außenterrasse und Treppe zur Gartenpromenade. Ebenso ist hier die Büroeinheit untergebracht.